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Sep 19, 2019
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Eccd.net presse release news breaking news Deutsche Bahn: Aufsichtsrat verbietet Beraterverträge mit Ex-Managern

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Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn zieht Konsequenzen aus den fragwürdigen Zahlungen an frühere Führungskräfte: Der Konzern darf sie nicht mehr als Berater engagieren. Die Bahn stand in der Vergangenheit bereits häufiger wegen hoher Kosten für Beraterverträge in der Kritik. © John MacDougall/​AFP/​Getty Images Die Deutsche Bahn will künftig ehemalige Manager nicht mehr mit Beraterverträgen ausstatten. Wie…

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Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn zieht Konsequenzen aus den fragwürdigen Zahlungen an frühere Führungskräfte: Der Konzern darf sie nicht mehr als Berater engagieren.

Die Bahn stand in der Vergangenheit bereits häufiger wegen hoher Kosten für Beraterverträge in der Kritik.
© John MacDougall/​AFP/​Getty Images

Die Deutsche Bahn will künftig ehemalige Manager nicht mehr mit Beraterverträgen ausstatten. Wie der Aufsichtsrat mitteilte, sollen ab sofort Beraterverträge für frühere Bahn-Manager grundsätzlich untersagt sein, ebenso entsprechende Verträge mit “Personen mit politisch exponierter Stellung”. Aufsichtsratschef Michael Odenwald sagte: “Für uns steht fest: Die Praxis der Vergangenheit wird abgestellt.”

Die Bahn hatte seit Anfang Juni auffällige Beraterverträge untersucht, die ehemalige Topmanager des Konzerns in den Jahren von 2010 bis 2018 ohne Beteiligung des Aufsichtsrates erhalten hatten. Dabei ging es um Verträge mit insgesamt 26 Beratern. In einem Fall machte das Gremium den Weg für Rückforderungen von Honoraren von einem Ex-Vorstand einer Tochtergesellschaft frei. Er soll für den mit über 300.000 Euro dotierten Kontrakt keine ausreichenden Leistungen geliefert haben.
Die Affäre hatte sich vor allem auf Verträge mit Ex-Vorstand Ulrich Homburg konzentriert. In einem Fall wurde laut des Untersuchungsberichts ein Vertrag pflichtwidrig am Aufsichtsrat des Konzerns vorbei abgeschlossen. Unterzeichnet hatte diesen Kontrakt Homburgs Nachfolger als Personenverkehrsvorstand, Berthold Huber. Als Konsequenz wurde ihm daraufhin nach Angaben aus Konzernkreisen die geplante Zuständigkeit für den Güterbahndienstleister DB Cargo doch nicht übertragen.
Hybridanleihen sollen Finanzierungslücke schließen Die Bahn stand in der Vergangenheit bereits häufiger wegen hoher Kosten für Beraterverträge in der Kritik. Medienberichten zufolge zahlte der Staatskonzern zwischen 2015 und 2018 mehr als 500 Millionen Euro an Beratungsfirmen.
Aufsichtsratskreisen zufolge befasste sich das Gremium auch mit der milliardenschweren Finanzierungslücke bei der Bahn. Diese soll nun teilweise mit sogenannten Hybridanleihen über zwei Milliarden Euro geschlossen werden. Diese werden formal nicht auf die Verschuldung sondern auf das Eigenkapital angerechnet. Da die Bahn ihre vom Bundestag vorgegebene Verschuldungsgrenze von 20,4 Milliarden Euro praktisch erreicht hat, wird diese so offiziell nicht überschritten. Faktisch sind aber auch diese Anleihen Schulden, für die zudem höhere Zinsen fällig sind als für normale Bonds.

Den Rest der Finanzlücke von insgesamt gut fünf Milliarden Euro will die Bahn über den Verkauf oder Börsengang der Nahverkehrstochter Arriva schließen. In Kreisen des Aufsichtsrats hieß es, voraussichtlich im November werde das Gremium in einer Sondersitzung darüber entscheiden. Als besonders interessiert gelten die Finanzinvestoren Carlyle und Apollo.

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