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Nov 8, 2019
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Eccd.net presse release news breaking news Eindrucksvolle Geschichte – Wie aus dem Rolex-Ableger Tudor eine echte Uhrenmarke wurde

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Rolex-Gründer Hans Wilsdorf verstand schon frühzeitig, wie wichtig eine günstige Zweitmarke ist. Daher gründete er Tudor. Inzwischen hat Tudor einen festen Platz in der Uhrenwelt. Für viele Zeit-Genossen ist eine Armbanduhr von Rolex der Traum schlechthin. In den Jahren nach 1930 war das nicht viel anders als heutzutage. Aspekte wie wasserdichtes Gehäuse, geprüfte Präzision, Zuverlässigkeit,…

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Rolex-Gründer Hans Wilsdorf verstand schon frühzeitig, wie wichtig eine günstige Zweitmarke ist. Daher gründete er Tudor. Inzwischen hat Tudor einen festen Platz in der Uhrenwelt.

    Für viele Zeit-Genossen ist eine Armbanduhr von Rolex der Traum schlechthin. In den Jahren nach 1930 war das nicht viel anders als heutzutage. Aspekte wie wasserdichtes Gehäuse, geprüfte Präzision, Zuverlässigkeit, Rotor-Selbstaufzug und Wiedererkennungswert machten und machen die Zeitmesser mit dem signifikanten Kronenlogo überaus begehrlich.Allerdings: Nicht alle Fans konnten und können sich ein derartiges Objekt leisten. Das liegt nicht zuletzt auch daran, dass sich selbst gebrauchte Exemplare in beachtlichen Preisregionen bewegen. Solche und andere Erkenntnisse beschäftigten auch schon den 1961 verstorbenen Rolex-Gründer Hans Wilsdorf. 
                Zur Person

                Gisbert Brunner schreibt seit 1981 über Uhren. Er ist Mit-Gründer und -Inhaber von www.uhrenkosmos.com


                Mit Blick auf Alternativen hatte sich der gebürtige Oberfranke neben Rolex ein breites Spektrum zusätzlicher Markennamen schützen lassen. Dazu gehörten u.a. Elvira, Marconi Lever, Marguerite, King George Lever, Princess Royal Wristlet, Prince of Wales Lever, Lonex, Genex, Falcon und Viceroy. Verwendung fanden allerdings nur wenige davon.Keinen Zugriff hatte der anglophile Firmenchef indes auf Tudor. Das englische Königsgeschlecht dieses Namens regierte England von 1495 bis 1603. Ab Dezember 1906 gebot der Genfer Schmuckhändler Isaac Blumenthal über die Signatur. Erst 1926 kam Hans Wilsdorf ins Spiel. Zunächst allerdings eher hintergründig, wie ein Schreiben vom 17. Februar besagten Jahres bekundet. Darin erklärt eine Frau, dass sie die Marke „The Tudor“ für die Bieler Horlogerie H. Wilsdorf zur Nutzung im Zusammenhang mit uhrmacherischen Erzeugnisse aller Art habe registrieren lassen.



                Schritt für Schritt zu TudorRetrospektiv lassen sich die Gründe dieses Umwegs nicht mehr nachvollziehen. Möglicher Weise wollte Hans Wilsdorf als Eigentümer der Genfer Montres Rolex SA aus rechtlichen oder finanziellen Gründen vorerst im Verborgenen agieren. 1932 bewarben Catanach’s und die Prouds Ltd. in Australien erste Armbanduhren mit diesem Namen. Ins Auge stach ein rechtsseitig weit ausladendes T. Vielleicht wollte Hans Wilsdorf die grundsätzliche Akzeptanz der deutlich preisgünstigeren Modelle aus gleichem Haus in einem fernen Markt des Britischen Commonwealth testen.Als er 1936 endlich selbst und voll umfänglich über die Markenrechte gebot, debütierte auch das erste Markenzeichen in Gestalt einer stilisierten Rose. Anfangs mit, später nur noch ohne Wappenschild. Zusätzliche Präsenz des Namens Rolex auf Zifferblatt oder Gehäuse unterstrich die Provenienz der neuen Tudor-Uhren. 1952 publizierte Hans Wilsdorf eine öffentliche Erklärung zum Sinn und Zweck der 1946 gegründeten Montres Tudor S.A. „Seit einigen Jahren habe ich die Idee mit mir herumgetragen, eine Uhr herzustellen, die unsere Agenten für einen günstigeren Preis als die Rolex verkaufen könnten und trotzdem jene Zuverlässigkeitsstandards erfüllen, welche Rolex berühmt gemacht haben. Ich habe beschlossen, eine eigenständige Firma mit dem Ziel zu gründen, diese neue Uhr herzustellen und zu vermarkten. Und ich habe ihr den Namen Tudor Watch Company gegeben. … Die von mir erteilten Instruktionen, dass es die bestmögliche Uhr in einer mittleren Preislage sein müsse, wurden in perfekter Weise ausgeführt. … Als eine Konsequenz habe ich daher die Entscheidung getroffen, dass die Tudor Oyster Prince, was ich keiner anderen Uhr erlauben würde, mit der Rolex zwei Vorteile teilen darf: das wasserdichte Oyster Gehäuse und den originalen Rotor-Selbstaufzug.“Härtetests und Praxiserfahrungen



                1952 begleitete eine bemerkenswerte Presse- und Werbekampagne die Einführung der neuen „Oyster Prince“-Kollektion. Ihr Ziel bestand darin, die besondere Belastbarkeit dieser Armbanduhren in unterschiedlichen Lebenslagen zu demonstrieren: während harter Arbeit, beim Sport oder in rauer Umgebung.Dazu Hans Wilsdorf: „Ganz neu haben wir die Tudor Oyster Prince mehr als grausamen Tests unterzogen. In einem davon, dem ,Versuch der Zerstörung‘, wurden sechs Tudor Oysters, eine nach der anderen von einem Arbeiter getragen, der insgesamt 30 Stunden lang mit einem Presslufthammer tätig war. Jede Uhr erhielt durch das Bearbeiten eines Granitblocks mehr als eine Million unglaublich harter Stöße. Das ist der härteste Test, denen Uhren bislang ausgesetzt wurden. Selbstverständlich funktionierten hinterher alle sechs Tudor Oyster Prince ohne jede Beanstandung.“Angesichts des günstigeren Preises durften die Kunden natürlich kein chronometerzertifiziertes Rolex-Uhrwerk erwarten. In der original „Oyster“-Schale tickte das Kaliber 390. Bei ihm wertete ein effizientes Rotor-System das Handaufzugskaliber FEF 350 der Fabrique d’Ebauches de Fleurier auf.Weitere Beweise der Zuverlässigkeit lieferten zum Beispiel die Mitglieder der Britischen Nord Grönland Expedition, welche Hans Wilsdorf 1953 mit Tudor „Oyster Prince“ ausstattete. Als Gegenleistung für die Leihgaben erfolgten tägliche Aufzeichnungen über die Funktion bei extremen Temperaturen und die mit einem Zeitsignal der BBC verglichene Ganggenauigkeit. Den 29-stündigen Wettbewerb um die „Trophée Monaco“ des Jahres 1954 begleitete eine „Oyster Prince“ am Handgelenk von Signore Piemontesi, der die bergige Strecke nach Genf und zurück ans Mittelmeer mit seinem Motorrad zurücklegte.



                Tudor für TaucherIn Kennerkreisen gilt die 1953 lancierte Rolex „Submariner“ als „Mutter aller modernen Taucher-Armbanduhren. Deren unbedingte Funktion in den Tiefen des Meeres bestätigte unter anderem die Abteilung Meeresstudien und -forschung der Französische Marine. Ab 1954 besetzte Tudor dieses Thema zunächst mit der legendären Tudor „Oyster Prince Submariner“. Anfangs reichte die Wasserdichte der Referenz 7922 mit dreiteiliger Rolex „Oyster“-Schale bis zu 100 Meter.Die Version von 1957 verfügte erstmals über eine Tauchzeit-Drehlünette mit augenfälliger Minutenteilung für die erste Viertelstunde. Im Folgejahr präsentierte Tudor die bis 200 Meter wasserdichte Referenz 7924. Ihr imposantes Bedienelement gegründete den Beinamen „Big Crown“. Bei der Referenz 7928 führte Tudor den markanten Flankenschutz für die Schraubkrone ein. Der massive Boden trug die Gravur „Original Oyster Case by Rolex“.



                Die weiteren Jahre standen im Zeichen kontinuierlicher Weiterentwicklung. Ab 1964 kam die „Oyster Prince Submariner“ als 7928 bei der US-Navy zu militärischen Ehren. Die Französische Marine nutzte ab 1974 mehrere Referenzen dieses Tauch-Boliden. Mit der Referenz 7016 startete 1969 die zweite, bis 1999 hergestellte Modellreihe. Kennzeichen sind der so genannte „Snowflake“-Stundenzeiger und ein Wappenschild anstelle der Rose. Im Inneren des „Oyster“-Gehäuses mit Flankenschutz für die Krone löste ein Eta 2483 das bis dahin verwendete FEF 390 ab. Die im gleichen Jahr lancierte Referenz 7021 beseelte das Eta 2484 mit Fensterdatum, über dem sich damals auch noch die für Rolex patentierte Zykloplupe wölbte.Wer beizeiten in eine solche Armbanduhr investierte, kann sich heute glücklich schätzen. Die Preisentwicklung für historische Modelle kennt nämlich nur eine Richtung: nach oben.Tudor und die gestoppte ZeitDie Kalender zeigten 1970, als auch Tudor erste Armbandchronographen vorstellte. Den Beginn machte die Referenz 7031 „Oysterdate“. Das Design des Stahlgehäuses mit verschraubten Drückern ähnelte Rolex „Daytona“-Modellen, beispielsweise der Referenz 6263. Hier wie da bestand die Lünette aus Kunststoff. Gegenüber den Stoppern der Genfer Mutter wartete die Tudor-Schale bereits mit dem markanten Flankenschutz für die Schraubkrone auf. Und das Zifferblatt traf perfekt den Stil der heraufziehenden 1970-er Jahre.Obwohl beide Marken Uhrwerke von Valjoux nutzten, blieb der kleine, aber entscheidende Unterschied. Rolex verbaute Top-Schaltradkaliber der Familie 72. Tudor begnügte sich mit dem deutlich einfacheren 7734. Seine Kennzeichen: Kulissenschaltung und Fensterdatum. Nach nur zwei Jahren endete die Produktion.Extrem selten, bei Sammlern ungemein begeht und deshalb entsprechend teuer ist die Nachfolge-Referenz 7159/0, bekannt auch als „Monte Carlo“. Ihre Begehrlichkeit resultiert unter anderem aus dem Schaltradkaliber Valjoux 234 in der 40 Millimeter „Oyster“-Schale. Die Version mit Gliederband ist Liebhabern inzwischen deutlich mehr wert als 10.000 Euro. Als zeitschreibender Geheimtipp der 1990-er Jahre gilt ein Automatik-Modell mit dem Kaliber Valjoux 7750. „Prince Date Automatic Chrono Time“, „Chronograph“ oder „Hydronaut“ setzten die vergleichsweise kurze aber durchaus spannende Chronographen-Tradition bei Tudor fort.



                Vom Etablisseur zur ManufakturErste, allerdings noch zaghafte Schritte vom Etablisseur, also einen Uhren-Fertigsteller in Richtung Manufaktur tat Tudor Anfang des 21. Jahrhunderts. Während der Baselworld 2001 war das speziell für Damenuhren entwickelte Automatikkaliber T 8000 mit beidseitig wirkendem Rotoraufzug zu sehen. Die Planungen sahen eine Verwendung ab November 2002 in der kleinen „Hydronaut" vor. 2004 sollten die entsprechenden Herren-Kaliber T 8008 (kleine Sekunde) und T 8050 (Zentralsekunde) an den Start gehen. Weil die exklusiven Kreationen den hohen Genfer Qualitätsstandards nicht genügten, wanderten sie kurzerhand aufs Abstellgleis. Und Tudor setzte weiterhin auf die langjährig bewährte Philosophie mit „Oyster“-Gehäusen, aber zugekauften Uhrwerken.Der zweite, nun jedoch von nachhaltigem Erfolg gekrönte Anlauf in die anspruchsvolle Welt eigener Kaliber begann 2015 mit dem neu konstruierten, selbst gefertigten und offiziell auf seine Ganggenauigkeit zertifizierten MT5621 in der „North Flag“-Linie. Der Rotor des 33,8 mm großen und 6,5 mm hohen Oeuvre spannt die Zugfeder in beiden Drehrichtungen. Nach Vollaufzug stehen ungefähr 70 Stunden Gangautonomie zur Verfügung. Unter einer stabilen Brücke vollziehen die exklusive Glucydur-Unruh mit variablem Trägheitsmoment und die amagnetische Silizium-Unruhspirale stündlich 28.800 Halbschwingungen. Ein Unruhstopp gestattet sekundengenaues Einstellen der Uhrzeit.



                Mit von der Partie sind ferner ein Fensterdatum sowie eine Indikation der aktuell verbleibenden Gangreserve. Letztere fehlt beim ansonsten völlig gleichen Kaliber MT5612, welches in der Tudor „Pelagos“ zu finden ist. Absolut puristisch, das heißt ohne Datums- und Gangreserveanzeige agiert schließlich das ab 2016 in den neuen „Black Bay“-Modellen vorgestellte MT5601.An die Rolex „GMT-Master II“ knüpft das Funktionenspektrum des MT5652. Sein 12-Stunden-Zeiger lässt sich beim Überschreiten von Zeitzonengrenzen unabhängig vor- oder rückwärts verstellen. Und das Fensterdatum folgt auf dem Fuß. Bei 4,99 mm Bauhöhe beträgt der Durchmesser des für kleinere Modelle gedachten MT5402 nur 26 mm. Gleichwohl speichert das Federhaus Energie für 70 Stunden Gangautonomie.Uhrenfertigung bei TudorWer die Entstehung von Tudor Armbanduhren erleben möchte, braucht eine ganz persönliche Einladung. Ohne die kommt man bei Rolex im Genfer Stadtteil Acacias über den Empfangsbereich nicht hinaus. Rund zweieinhalb Etagen stehen der Tochter in einem Gebäude des weitläufigen Komplexes zur Verfügung. Neben Administration, Kommunikation, Marketing und Vertrieb gehen hier auch die Forschung und Entwicklung, Assemblage, Genauigkeits- und Zuverlässigkeitsprüfung sowie zahlreiche Kontrollprozesse über die Bühne. Angestellt sind die rund 170 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unmittelbar bei Rolex. Soziale Unterschiede kennt man nicht.Dank gleicher Atelier-Ausstattung, Arbeitsabläufe und Qualitätsstandards können die Beschäftigten bei Bedarf problemlos zwischen Tudor und Rolex wechseln. Im Gegensatz zur „grünen“ Mutter produziert die „schwarz-rote“ Tochter jedoch nicht auf Lager, sondern ausschließlich Vorbestelltes. Ausgefeilte Rolex-Logistik gewährleistet kurzfristigen Komponenten-Nachschub bis hin zu den komplett assemblierten Uhrwerken.



                Zugekaufte Exemplare wie das 2824, und daraus macht Tudor keinen Hehl, stammen von Eta. Breitling steuert das Automatikkaliber MT5813 mit Schaltrad-Chronograph bei. Im Gegenzug liefert Tudor das modifizierte, als B20 verbaute MT5612. Gegenwärtig stattet Tudor noch etwa die Hälfte seiner jährlich schätzungsweise 250.000 Zeitmesser mit Eta-Uhrwerken aus. Der Rest entstammt eigener Fertigung.Aber nicht zuletzt wegen der fast schon aggressiven Preispolitik wächst der Manufaktur-Anteil kontinuierlich. Die hierfür nötigen Kaliber verantwortet die derzeit noch in Genf ansässige Kenissi SA. Durch eine 20-prozentige Beteiligung hat Chanel Zugriff auf das mittelgroße, von Tudor MT5402 genannte Automatikkaliber. Viel mehr ist über den neuen Werkefabrikanten nicht zu erfahren, denn Mehrheitsaktionär Rolex gibt sich verschlossen wie eine Auster.Fortschritte zeigen sich jedoch bei der Errichtung eines neuen Gebäudekomplexes nahe Le Locle. Dessen Eröffnung ist für 2021 geplant. Das beträchtliche Investment in Kenissi lässt die zunehmende Bedeutung von Tudor unschwer erkennen.



                Zurück in die Genfer Ateliers: Auf der Basis des so genannten 5-S-Systems montieren mehrere autonome Teams bestehend aus jeweils bis zu zwölf Leuten, darunter immer ein voll ausgebildeter Uhrmacher, die verschiedenen Armbanduhren. Die Zahl der Arbeitsgruppen richtet sich nach der Auftragslage. In regelmäßigen Abständen wechselt die gruppeninterne Leitung. Auf und in den Werktischen befinden sich alle Werkzeuge und Gerätschaften immer an der gleichen Stelle. Das gilt auch für die benachbarten Rolex-Ateliers. Folglich finden die Beschäftigten bei einem Wechsel des Arbeitsplatzes immer wohlbekannte Bedingungen vor. Barcodes und ausgefeilte Software gestatten lückenloses Verfolgen des Herstellungsprozesses jedes einzelnen Produkts. Sollten sich irgendwann Fehler zeigen, ist der Verursacher nicht nur schnell ermittelt, sondern auch erneut gefragt.Qualitätskontrollen sind nämlich während des ganzen Fertigungsprozesses an der Tagesordnung. Logischer Weise ist das finale Produkt Gegenstand einer besonders akribischen Begutachtung. Vor dem Einschalen haben sich alle Manufakturkaliber und das MT5813 schon bei der Chronometer-Prüfstelle COSC bewährt. Wie Rolex geht aber auch Tudor einen beträchtlichen Schritt weiter. Ohne Armband müssen sich die fertigen Uhren einem gnadenlosen Check mit Hilfe der gleichen Maschinerie unterziehen, die auch Rolex für seine Erzeugnisse nutzt.Das mehrtägige Programm umfasst Wasserdichte, Gangautonomie und natürlich die Präzision. Allein für die Ganggenauigkeit gelten bei Tudor etwas mildere Kriterien. Rolex toleriert tägliche Gangabweichungen zwischen minus und plus zwei Sekunden. Eine Tudor darf maximal zwei Sekunden nach- und vier Sekunden vorgehen. Und selbst das ist noch deutlich strenger als die COSC erlaubt.   Epilog1952 unterstrich Hans Wilsdorf seine Tudor-Philosophie mit der „Oyster Prince“. Die Idee, hochwertige und robuste Armbanduhren preisgünstig anzubieten und dadurch breitere Käuferschichten zu erreichen, erwies sich als richtig und zukunftsweisend. Nach einer stilleren Epoche Ende des 20. und Anfang des 21. Jahrhunderts startete Tudor 2012 erneut mit geballter Kraft durch. Die Rückbesinnung auf überlieferte Werte und eine klare Modellpolitik mit unübersehbarem Retro-Touch verschaffen Tudor das Image einer dynamischen Aufsteigermarke.Nach dem Relaunch hat sich die sportive „Black Bay“-Linie als unangefochtener Leader etabliert. Im Gegensatz zur Mutter Rolex, die neben Werken auch Zifferblätter, Gehäuse und Metallbänder selber fertigt, gilt bei der Tochter abgesehen von den Uhrwerken ein vertikales Modell mit mindestens zwei Zuliefern für alle nötigen Komponenten. Swiss Made wird dabei groß geschrieben. Das gilt auch für die Etuis. Von einer alteingesessenen französischen Firma stammen die hippen Textilbänder. Julien Faure webt sie im traditionellen Jacquard-Verfahren. Und das ist der beste Garant für überragende Qualität.Hochwertige Manufakturkaliber, die sich hinter denen der Mutter keineswegs verstecken müssen, wecken zunehmend das Interesse etablierter Uhrensammler und -liebhaber. Trotz deutlich gestiegener Ansprüche bleibt der bemerkenswerte, seinerzeit von Hans Wilsdorf postulierte und seitdem konsequent gepflegte Preisunterschied zu den „Oyster“-Modellen mit Kronenlogo. Eine Tudor mit Eta-Uhrwerk ist für rund 2.000 Euro erhältlich. Schon etwa 1.000 Euro mehr bringen exklusive Mechanik in der „Black Bay Fifty-Eight“ ans Handgelenk. Für 3.670 Euro ist die kosmopolitische „Black Bay GMT“ im „Pepsi“-Look zu haben. Die entsprechende Rolex „GMT-Master II“ kostet hingegen mehr als das Doppelte.



                Gleiches gilt für den stählernen „Black Bay Chronographen“ mit Breitling-basiertem Kaliber. Man bekommt ihn für weniger als 5.000 Euro, während die „Daytona“ nach einem Investment von 11.300 Euro verlangt. In diesem Zusammenhang dürfen weitere Unterschiede aber keineswegs verschwiegen werden.Anstelle von Edelstahl 904L verwendet Tudor die günstigere Legierung 316L. Kratzfeste Keramiklünetten gibt es ebenso wenig wie die praktische Datumslupe. Schließlich garantiert Tudor die üblichen 24 Monate, während sich Rolex-Kunden fünf Jahre lang in Sicherheit wiegen können.Beim autorisierten Fachhandel sind Tudor Armbanduhren relativ zügig erhältlich, während Pendants mit dem Kronenlogo wegen der voll ausgelasteten Produktionskapazitäten nach Geduld verlangen. Daher bietet es sich an, die persönliche Rolex-Karriere zunächst mit einer Tudor zu beginnen und irgendwann später in die chronometrische Champions League aufzusteigen.<br/><a style="white-space: nowrap" href="https://www.focus.de/finanzen/experten/brunner/eindrucksvolle-geschichte-tudor_id_11214816.html" class="button purchase" rel="nofollow noopener noreferrer" target="_blank">Read More</a>
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