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Nov 8, 2019
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Eccd.net presse release news breaking news Mann tötet Ex-Freundin und Familie – Beziehungs-Drama in Kitzbühel: Psychiater erklärt, wie Eifersucht zum Mord-Motiv wird

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Mann tötet Ex-Freundin und Familie: Beziehungs-Drama in Kitzbühel: Psychiater erklärt, wie Eifersucht zum Mord-Motiv wird Ein 25-Jähriger hat in der Nacht zum Sonntag im Nobel-Skiort Kitzbühel seine Ex-Freundin und deren Familie erschossen. Der Polizei stellte er sich am Morgen danach selbst. Das vorgebliche Motiv: Eifersucht. FOCUS Online hat mit Psychiater Thomas Loew darüber gesprochen, wie…

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               Mann tötet Ex-Freundin und Familie: Beziehungs-Drama in Kitzbühel: Psychiater erklärt, wie Eifersucht zum Mord-Motiv wird











Ein 25-Jähriger hat in der Nacht zum Sonntag im Nobel-Skiort Kitzbühel seine Ex-Freundin und deren Familie erschossen. Der Polizei stellte er sich am Morgen danach selbst. Das vorgebliche Motiv: Eifersucht. FOCUS Online hat mit Psychiater Thomas Loew darüber gesprochen, wie Beziehungsneid derart eskalieren kann - und warum der mutmaßliche Täter nicht nur seine Ex-Freundin, sondern gleich die ganze Familie auslöschte.

    Gegen 4 Uhr soll der mutmaßliche Todesschütze am Sonntagmorgen am Haus der Familie geklingelt haben. Der 59-jährige Vater seiner Ex-Freundin soll ihm geöffnet und klargemacht haben, dass er im Haus nichts mehr zu suchen habe. So geht es aus den Informationen der österreichischen Ermittler hervor.Daraufhin sei der 25-Jährige wieder nach Hause gefahren - um die Pistole seines Bruders zu holen. Dieser soll die Waffe der Polizei zufolge rechtmäßig besessen haben. Auch habe er sie wohl ordnungsgemäß in einem Tresor aufbewahrt. Er selbst soll in der Tatnacht nicht zuhause gewesen sein.Sie hatte sich vor zwei Monaten von ihm getrenntMit der Waffe fuhr der Mann später erneut zum Haus der Familie seiner Ex-Freundin. An der Haustür erschoss er ihren Vater, als dieser die Tür zum zweiten Mal öffnete, kurz darauf tötete er auch die 51 Jahre alte Mutter und ihren Bruder.Die Ex-Freundin und ihr neuer Freund schliefen in einer seperaten Wohnung innerhalb des Hauses, deren Tür von innen abgeschlossen war. Über den Balkon verschaffte sich der 25-Jährige jedoch Zutritt zu dem Appartement und erschoss dort auch die beiden.Die junge Frau hatte sich laut Polizeiangaben zwei Monate zuvor von dem 25-Jährigen getrennt. Fünf Jahre sollen sie ein Paar gewesen sein. 2014 habe der 25-Jährige bei Facebook sogar ihre Verlobung bekannt gegeben. Damals war die heute 19-Jährige gerade einmal 14 Jahre alt.Lesen Sie mehr zum Thema:Alle Erkenntnisse zum Fünffachmord in Kitzbühel im News-Ticker von FOCUS OnlineKurz vor Mord zum besten Spieler gewählt: Vereine und Fans trauern um Opfer"Gespürlos und völlig pietätlos": Tat von Kitzbühel hat Nachspiel für zwei PolitikerTäter stellte sich am Morgen der PolizeiRund zwei Stunden nach der Bluttat stellte sich der Kitzbühler am Sonntagmorgen der örtlichen Polizei. "Ich habe soeben fünf Personen ermordet", sagte der junge Mann, als er auf der Wache erschien, wie der Chef des Landeskriminalamts Tirol (LKA), Walter Pupp, mitteilte.Der Tat sei ein Streit zwischen den beiden ehemaligen Partnern in einer Bar vorausgegangen, sagte Pupp weiter. Die Begegnung sei zufällig gewesen, der Disput nach bisherigen Erkenntnissen nicht dramatisch verlaufen. Dennoch war er wohl der Auslöser für den Fünffachmord.
                Spannend, aber gerade keine Zeit?



                Psychiater spricht von "Rache-Feldzug"Dass Männer ihre Ex-Partnerinnen umbringen, und manchmal auch deren Familien, ist keine Seltenheit. Nach Zahlen des Bundeskriminalamtes (BKA) versucht in Deutschland im Schnitt fast jeden Tag ein Mann, seine Frau oder Ex-Partnerin umzubringen. 2018 wurden bundesweit 123 Frauen von ihren Lebensgefährten oder Ex-Männern getötet, hinzu kamen 208 Mord- beziehungsweise Totschlagdelikte in Partnerschaften.Das bestätigt auch Thomas Loew. Er ist Psychiater und leitet die Abteilung für Psychosomatik am Universitätsklinikum Regensburg. Die meisten Tötungsdelikte seien demnach Beziehungstaten. "Viele Täter fühlen sich, etwa durch eine Trennung, so massiv gekränkt, so zurückgewiesen, dass sie einen Rachefeldzug starten", erklärt der Psychiater.Auch der Mordfall aus Kitzbühel passe aus seiner Sicht in dieses Schema. "Oft geht es bei Tötungsdelikten um Dominanz, darum, das Heft wieder selber in der Hand zu haben, Macht auszuüben und sich aus der Position des Zurückgewiesenen und damit Passiven herauszuholen und umzukehren."
                Sehen Sie auch im Video: Psychiaterin erklärt Mordmotiv Eifersucht - Das macht zurückgewiesene Männer zu Mördern


                "Klingt, als hätte er sich verraten gefühlt"Dass der "Rachefeldzug" des 25-Jährigen aus Kitzbühel sich nicht nur gegen seine Ex-Partnerin und deren neuen Freund richtete, wundert Loew nicht. "Es klingt so, als hätte er sich von allen verraten gefühlt - auch von der Familie", erklärt der Psychiater im Gespräch mit FOCUS Online. "Vielleicht hatte er gehofft, dass die Eltern noch intervenieren, gegen den neuen Partner intrigieren. Doch das haben sie offenbar nicht getan. Vermutlich konnte er die Situation nur noch ertragen, indem er seine Ex-Freundin und alles zu ihr Gehörende auslöscht."Eine Tat im Affekt, das scheint der Fünffachmord für den Psychiater nicht zu sein. "Er hat mehrere Schritte unternommen, die zum Mord geführt haben. Er hat nicht den erstbesten Gegenstand genommen und in akuter Aggression auf den Vater eingeschlagen, sondern ist nach Hause gefahren, hat die Waffe geholt und ist wieder zum Haus der Familie. Das klingt für mich nach geplantem Mord", sagt Loew.Auch dass der junge Mann nachts zum Einfamilienhaus der Familie seiner ehemaligen Freundin fuhr, bestätige diesen Eindruck aus seiner Sicht, so Loew weiter. "Er wollte sichergehen, dass seine Ex-Partnerin zuhause ist."
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                Doch über Nacht wird niemand zum Mörder. "Häufig stehen die späteren Täter seit Längerem unter einem subjektiven Leidensdruck", erklärt Loew. "Ein Auslöser kann dann das Fass zum Überlaufen bringen."Was bringt Menschen zu so einer Tat?Was genau das Fass im aktuellen Fall zum Überlaufen brachte, das ist aus der Ferne nicht zu beantworten. "Möglicherweise war es der Jahrestag der Beziehung, der Verlobung, oder ein anderes Ereignis, das dem Mann bewusst gemacht hat, dass die Beziehung endgültig vorbei ist. Das hat ihn so wütend gemacht, dass alle Sicherungen durchgebrannt sind."Bestimmte Charakteristika, die solche Taten begünstigten, will der Psychiater nicht nennen. Zu groß sei das Kaleidoskop von Menschen, die schon zu Tätern wurden. Häufig hätten solche Menschen aber in ihrer Kindheit defizitäre Beziehungen erlebt."Eskalation war nicht annähernd absehbar"Der Täter galt im Ort als unauffällig, ruhig. Laut dem Chef des Landeskriminalamts war er nicht vorbestraft, hatte keine bedenkliche polizeiliche Vorgeschichte.Dies als Beleg dafür anzusehen, dass der 25-Jährige unter keiner psychischen Erkrankung litt, hält Psychiater Loew für fragwürdig, wenngleich sich Ferndiagnosen verbieten. Ob es die Nerven waren, die in der Nacht bei dem jungen Mann durchbrannten, oder eine akute Psychose oder Persönlichkeitsstörung, die oftmals Auslöser solcher Taten sind, müsse ein Gutachter klären, sagt Psychiater Loew."Doch es ist durchaus möglich, dass sich im Nachhinein noch herausstellt, dass der Mann psychische Probleme hatte. In vielen Teilen der Gesellschaft wird das leider immer noch tabuisiert. Nur weil niemand davon weiß, heißt das nicht, dass jemand keine psychische Störung hat.""Wo Waffen verfügbar sind, ist das Risiko größer"Waffen, die zuhause in Tresoren und Wohnzimmern lagerten, sieht der Psychiater in diesem Zusammenhang als kritisch. "Denn wo Waffen verfügbar sind, ist das Risiko, dass emotional aufgeladene Situationen eskalieren, größer", so Loew. Auch die Frage, ob der Täter unter Drogen- oder Alkoholeinfluss stand, nennt Loew zentral. "Sie senken die Hemmschwelle für Gewalttaten drastisch."Dass Eifersucht in Gewalt- und sogar Tötungsdelikten endet, ist dabei ein typisch männliches Phänomen. Frauen tendierten bei Zurückweisung eher dazu, sich selbst zu verletzen oder aber in Suchtverhalten abzurutschen, erklärt Loew.Haft oder Psychiatrie?Was dem 25-Jährigen nun droht? "Zunächst wird er in Untersuchungshaft bleiben, wo ihn ein psychiatrischer Gutachter untersuchen und feststellen wird, ob eine psychische Störung vorliegt." Je nachdem, ob dies der Fall ist oder nicht, wird der 25-Jährige anschließend in die Psychiatrie überwiesen werden oder aber wird ihm der Prozess gemacht. "Dann wird das als Mord gewertet werden und er wird lebenslang in Haft kommen", ist sich Loew sicher.Mit Material von dpa und AFP 
                Sehen Sie im Video: Mit diesen Worten stellte sich der Täter von Kitzbühel den Beamten


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