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Nov 8, 2019
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Eccd.net presse release news breaking news “Plötzlich waren wir zu sechst” – 6 Kinder unter 6 Jahren: Saskia ist dreifache Mama – dann bekommt sie Drillinge

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Drei Kinder zwischen zwei und fünf und dann die Nachricht, dass man Drillinge erwartet – die meisten Frauen hätten da wohl anders reagiert. Saskia (32) sagt: „Ich wollte noch mal schwanger sein. Jetzt war ich es. Was hätte es also zu hadern gegeben?“ In den Tagen vor Weihnachten komme ja gern „eine gewisse Unruhe“ auf,…

Eccd.net presse release news breaking news

Drei Kinder zwischen zwei und fünf und dann die Nachricht, dass man Drillinge erwartet – die meisten Frauen hätten da wohl anders reagiert. Saskia (32) sagt: „Ich wollte noch mal schwanger sein. Jetzt war ich es. Was hätte es also zu hadern gegeben?“

    In den Tagen vor Weihnachten komme ja gern „eine gewisse Unruhe“ auf, sagt Saskia. Letztes Jahr sei es aber „ein bisschen mehr“ gewesen als sonst. Wochenlang war ihr Mann Micha nach Feierabend in den ersten Stock verschwunden, auf die „Baustelle“. „Wie eigentlich immer, seit wir vor acht Jahren das Haus gekauft haben, aber jetzt erst recht.“Jeder der Großen sollte seine eigene Bleibe haben. Saskia, die damals nicht weniger als drei Babys im Bauch hatte, sagt: „Man denkt nicht so sehr an die Ungeborenen und an sich schon gar nicht, im Mittelpunkt stehen die Kinder, die schon da sind.“
                Spannend, aber gerade keine Zeit?



                Weihnachtsfest ausrichten mit Mega-Bauch? Kein Problem!Für den Nachmittag hatte die Familie sich angekündigt: Saskias Eltern und ihre Schwester mit Mann und Kindern. Gemeinsam Bescherung feiern, das war der Plan. Als werdende Drillings-Mutter, 29. Woche, mit „Mega-Bauch“, wie Saskia sagt, ein Fest ausrichten „Wieso nicht?“, fragt die 32-Jährige. „Ich war doch fit.“Gegen Mittag, erzählt Saskia weiter, war da auf einmal dieses Ziehen im Bauch. „Es war filmreif.“ Ihre Eltern hätten gerade die Kinder bei sich ins Auto geladen, Micha und sie seien gerade in den Bus in Richtung Klinik eingestiegen, da platzte die Fruchtblase. Presswehen begleiteten sie bis zum Krankenhaus, wo sofort ein Notkaiserschnitt gemacht wurde.


    Die Zahl an Mehrlingsschwangerschaften in Deutschland nimmt zu. Laut Statistik ist mittlerweile jedes 28. Kind ein Mehrlingskind. Anfang der 80er-Jahre traf das nur auf jedes 55. Kind zu. Die Drillings-Wahrscheinlichkeit liegt bei etwa 0,01 Prozent.Ein Grund für die steigende Anzahl von Mehrlingsschwangerschaften ist das steigende Alter schwangerer Frauen. Mit dem Alter reifen pro Zyklus mehrere befruchtungsfähige Eizellen in den Eierstöcken. Außerdem wächst die Anzahl an künstlichen Befruchtungen, was ebenfalls eine Erklärung für den Mehrlings-Boom ist.


                „Plötzlich waren wir zu sechst“„Plötzlich waren wir zu sechst“, sagt Micha und klingt darüber noch immer irgendwie erstaunt. Saskia sagt, ihr erster Gedanke beim Aufwachen aus der Narkose hätte nicht den Neugeborenen gegolten, sondern dem für Luisa, Lasse und Ole vermutlich völlig verpatzten Weihnachtsfest - ohne Geschenke und eben nicht im schönen, neuen Heim. Später meinte die inzwischen sechsjährige Luisa allerdings: „Die Merle, der Janne und die Hedi waren unsere Geschenke.“Eine Phrase? Wer die Familie Scheib-Jany in ihrem idyllischen Bauernhaus im Schwäbischen Wald bei Welzheim erlebt, weiß es besser: „Die Großen und die Kleinen zusammen, das geht gut“, sagt Saskia. Die befürchtete Rivalität ist ausgeblieben. Das von vielen Seiten prognostizierte Chaos auch.Bestimmt zwei Stunden sind bereits vergangen, seit Oma und Opa Luisa, Lasse und Ole am Mittag vom Kindergarten nach Hause gebracht haben, seitdem ist Saskia mit den sechs Kinder allein. Lasse (4) und Ole (2) spielen oben mit Playmobil, Luisa backt abwechselnd Knet-Kuchen in der Küche oder trägt eine der beiden inzwischen fünfeinhalb Monate alten Schwestern durch den Raum, „damit sie beschäftigt sind“.Scheinbar mühelos gehen die Handgriffe der Sechsfach-Mama ineinanderMit den Babys die Treppe hoch, die Babys füttern, die Babys beruhigen - „Luisa kann das“, sagt Saskia und wer sie beobachtet, der ahnt: die Kleine imitiert. Im Topf mit der Tomatensauce auf dem Herd rühren, Fläschchen wärmen, Tränen trocknen, als Ole einmal über einen Stuhl stolpert, Limo vom Boden aufwischen, als Luisa einen Becher kippt und einem Baby fix, bevor die Spaghetti abgegossen werden müssen, die Windel wechselt – scheinbar mühelos gehen die Handgriffe der Sechsfach-Mama ineinander, springt die Aufmerksamkeit immer genau dahin, wo sie gebraucht wird.„Wenn eine das schafft, dann du“, sagten die Freunde, als Saskia ihnen im letzten Jahr berichtete, was der Besuch beim Frauenarzt ergeben hatte. Prioritäten setzen, nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen wollen, sagt Sandra, das sei ihr Ding.Lesen Sie auch: Hirnforscher: Das ist das Geheimnis einer glücklichen KindheitHirnforscher: Eltern stehlen Kindern wichtigste Erfahrung ihrer KindheitPsychiater erklärt, was Greta in unseren Kindern auslöst Schon bei „den Großen“ hätte sie damals eine Entscheidung getroffen. „Ich finde es nicht schlimm, meine eigenen Bedürfnisse eine Zeitlang hintanzustellen“, sagt die gelernte Industriemechanikerin, die vor den Drillingen stundenweise in der Firma des Vaters mitgearbeitet hat. „Ein Ausgleich.“ Zwischenzeitlich freilich aber undenkbar. Wie so vieles.„Man kann nachtrauern. Oder annehmen und weitergehen“Mit einer kleinen Pferdezucht hat sie sich, als sie den Hof kauften, einen Traum erfüllt. Seit über einem Jahr nun ist sie auf keinem Pferd mehr gesessen. „Man kann nachtrauern. Oder annehmen und weitergehen“, findet Saskia. Micha, der leidenschaftlich gereist und Fahrrad gefahren ist, bevor die Kinder kamen, gibt zu: „Zunächst hatte ich Angst vor den vielen Einschränkungen.“ Jetzt aber, wo die Ferien bevorstehen, freut er sich: „Drei Wochen Toskana!“Zu sechst im Zelt – „das geht“, sagt Saskia, „auch finanziell.“ Klar, essen gehen ist nicht drin. „Gut durch kalkulieren“ müssen sie mit einem Einkommen plus Kindergeld. Und Prioritäten anders setzen. „Teures Spielzeug zum Geburtstag, das muss nicht sein. Lieber eine Zehnerkarte fürs Schwimmbad, da haben alle was davon.“Ihr Mann war nicht begeistert von der Drillings-SchwangerschaftMan könnte bei Mehrlingsschwangerschaften auch „minimieren“, hört Saskia den Frauenarzt noch sagen, nachdem zunächst ziemlich lang Stille geherrscht hatte im Untersuchungsraum. Kopfschütteln. Vor Luisa hatte Saskia in der 23. Woche ein Kind verloren. Wenn eine Schwangerschaft doch gewünscht war – wäre das nicht grotesk, sich plötzlich umzuentscheiden?Micha sagt, das mit dem Wunsch sei bei ihm nicht ganz so eindeutig gewesen. Ein viertes Kind? Später vielleicht. Später sei der Abstand zu den Geschwistern zu groß, hatte Saskia gegengehalten. Na gut.„Nicht gerade begeistert“ sei ihr Mann gewesen, als dann das mit den Drillingen raus war, schmunzelt sie. Dauergearbeitet hätte er. Wie sollte das gehen? Sechs Kinder – bei manchen war das ein Kindergeburtstag!Saskia sagt, in diesem Punkt seien Micha und sie verschieden. „Er sagt oft: Bis die alle eine Ausbildung haben! Ich hab dagegen im Blick, was am nächsten Tag ansteht.“ Manches müsse man einfach ausprobieren, das mit dem Freizeitpark etwa, die Großen hätten sich das schon lange gewünscht. Zu acht zogen sie los, keine zweieinhalb Monate alt waren die Babys da. Im Drillingskinderwagen lagen sie, die Großen liefen nebenher, „im Prinzip geht sowas problemlos, man muss nur ausreichend Vorbereitungszeit kalkulieren.“

                Windeln, Wechselklamotten, Milch abpumpenWindeln, Wechselklamotten – bis für jeden alles eingepackt ist, kann bis zu einer Stunde vergehen. Die Zeit an der Milchpumpe nicht eingerechnet wohlgemerkt, zumindest zur Hälfte soll die Nahrung für die Babys aus Muttermilch bestehen. Eine Drillingsmutter, die stillt? So lange? So was hatten wir hier noch nie, hieß es am Krankenhaus und später in der Praxis des mit Mehrlingen erfahrenen Kinderarztes.„Vielleicht ist mir das so wichtig, weil ich in anderen Bereichen nicht uneingeschränkt geben kann“, überlegt Saskia und dass sie unmöglich immer gleich „rennen“ könne, wenn eines der Kinder weine. Andererseits: „Was man als Mutter im Moment nicht geben kann, geben vielleicht andere.“ Lasse zum Beispiel, der gerade dabei ist, einem höchst interessiert dreinblickenden Drilling zu erklären, wie ein Schaufelbagger funktioniert.Vieles scheint sich zu fügen. "Was können wir tun?", fragten Freunde und Saskia nahm es beim Wort. Per SMS gibt sie seither „Bestellungen“ auf, die Lieferungen vom Supermarkt kommen prompt. Auch Spielkameraden werden „geliefert“ und auch die eigenen Kinder muss Saskia selten irgendwo hinbringen, weil andere Eltern das übernehmen.Künstlerin der ImprovisationKeine Nachbarskinder, kein Spielplatz in der Nähe - das sind die Nachteile eines Aussiedlerhofes. Natur pur, ein Baumhaus, Ziegen, Pferde, ein Pony, das sind die Vorteile. Ist das Wetter schön wie heute, gehen sie alle raus. Aber auch, wenn die Kinder mal ins Freibad wollen, wie letzte Woche, ist das „kein Ding“: „Die Drillinge kommen mit dem Wagen an den Beckenrand, Luisa und Lasse können schwimmen und Ole ist keiner, der wegrennt“, sagt Saskia, für die Improvisieren „alles“ ist und Perfektion „nichts“.Beispiel Küche: „Klar kommt Fertigsauce an den Salat, wieso nicht?“ Beispiel Hobbys: „Eines pro Kind, das reicht.“ Montags Turnen, donnerstags Musikschule, so ist derzeit das Programm. Für alle drei. Es scheint, als hätte es auch sein Gutes, wenn Förderung nicht bis ins Detail auf den einzelnen zugeschnitten ist: Die enorme Selbständigkeit von Luisa und Lasse, die schon alleine duschen, fällt jedenfalls auf.„Nur“ mit den Kindern würde es ihr eigentlich nie zuviel, sagt Saskia. „Luxus“ nennt sie die von der Krankenkasse finanzierte Maßnahme, für die bis vor zwei Wochen stundenwiese eine patente Person ins Haus kam. Luxus, weil sie in dieser Zeit keine Fahrdienste übernehmen musste und es viel Frischgekochtes gab. Und jetzt? Aktuell greifen die Großeltern beim Fahren unter die Arme. „Auf Dauer möchte ich das aber nicht überstrapazieren.“Alles eine Frage der OrganisationAlso werden Abläufe neu geplant. Micha ist bereits im Gehen, wenn Saskia morgens den Frühstückstisch deckt und Fläschchen wärmt. Wenn die Babys mit Füttern und Wickeln versorgt sind, kommt Luisa meist gerade als letzte die Treppe runter. Heißt: Wird Groß aktiv, schläft Klein gerade wieder ein. Letzteres künftig dann eben in der Babyschale im Auto, sagt Saskia, womit für den Moment alles geregelt sei.Für den Moment - erstmals wirkt sie ein wenig ratlos, als sie von Luisas näher rückender Einschulung erzählt. Zum Kindergarten können sie auch um neun noch kommen. „Die Schule startet um halb acht.“ Um fünf aufstehen, das geht. Aber um halb vier? Die Nachbargemeinde lässt Kinder von Aussiedlerhöfen mit dem Schulbus holen. Die eigene Gemeinde bietet diesen Service erst ab drei Schulkindern. „Bis jetzt“, sagt Saskia und man ahnt es schon: Sie wird auch an dieser Sache dranbleiben, bis eine Lösung da ist. Wie eigentlich immer.Drei Münder, die gefüttert werden wollen, aber nur zwei verfügbare Hände – jetzt haben wir ein Problem, könnte man sagen als Hedi, Janne und Merle nach der Rückkehr aus dem Garten immer lauter und immer hungriger jammern. Saskia aber nimmt den auf dem Sofa liegenden Janne und platziert ein Polster hinter und eine Stillwurst so vor ihm, dass er ohne weitere Hilfe aus dem in die Konstruktion eingebaute Fläschchen trinken kann. Während Hedi und Merle von ihr direkt mit Milch versorgt werden.Monatelang im Dauereinsatz - doch Saskia macht es gernAuch nachts hat sich diese Technik bewährt, monatelang war Saskia da im Dauereinsatz. Nur sie. „Micha muss am anderen Tag schließlich fit für die Arbeit sein.“ Und wieso solle sie denn auch klagen: „Inzwischen schlafen alle durch.“ Überhaupt: Die vielen schönen Momente würden für die eher stressigen entschädigen.Gestern etwa: Freunde, die wie sie einen Hof gekauft haben, haben sie besucht. Hinterm Haus saßen sie, die Großen spielten im Dreck, hatten schwarze Hände, schwarze Gesichter. Die Erwachsenen saßen an einem Biertisch, drei von vieren einen Drilling im Arm. Pures Glück sei das, sagt Saskia. Alles gut, denke er in diesen Momenten, sagt Micha. Doch, fährt Saskia fort, sie können sich das schon vorstellen, noch mal „nachzulegen.“ Sofern es eine Garantie gäbe, dass es dann auch wirklich nur eines wäre.„Eines zum Verwöhnen, dem man in jeder Hinsicht gerecht wird.“ Weil es ihm so besser geht? Saskia überlegt. Nein, das nicht, eher an sich denke sie. Sie lacht. „Egoistisch, nicht wahr?“
                Auch interessant: Erschreckendes Ergebnis - Babys können in einigen Kindermatratzen ersticken

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