Jan 16, 2020
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Eccd.net presse release news breaking news Sharon Stone: Über Erwartungen

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Über Prominente, die ihre eigene Existenz beweisen, haben wir an dieser Stelle schon oft berichtet. Da war Madonna, die verzweifelt versucht hatte, den Kurierdienst Fedex davon zu überzeugen, dass er ihr das an “Madonna” adressierte Paket übergeben möge. Und da war der Schweizer Schriftsteller Martin Suter, der auf Twitter plötzlich Reime veröffentlichte, was seinen Verlag…

Eccd.net presse release news breaking news
Über Prominente, die ihre eigene Existenz beweisen, haben wir an dieser Stelle schon oft berichtet. Da war Madonna, die verzweifelt versucht hatte, den Kurierdienst Fedex davon zu überzeugen, dass er ihr das an “Madonna” adressierte Paket übergeben möge. Und da war der Schweizer Schriftsteller Martin Suter, der auf Twitter plötzlich Reime veröffentlichte, was seinen Verlag dazu veranlasste, sein Profil sperren zu lassen, weil er es für einen Fake hielt.

    Ähnliches ist jetzt Sharon Stone passiert: Sie verkündete über Twitter, dass die Dating-Plattform Bumble ihr Profil hatte sperren lassen, weil verschiedene Nutzer es als Fake gemeldet hatten, also vermuteten, dass sich da einfach irgendjemand unter dem Namen Sharon Stone angemeldet hatte. 
    Die schnellste und effektivste Möglichkeit, andere davon zu überzeugen, wirklich der Prominente zu sein, der man ist, ist natürlich, genau das vehement abzustreiten. Hätte Madonna gegenüber Fedex gesagt, ja, sie werde halt oft mit Madonna verwechselt, dann hätte der Kurierdienst sicher angenommen, dass sie eben doch Madonna sei.
    Denn das erwartet man von einem Promi. Und das verbindet diese drei Fälle auch: die Erwartungshaltung. Fedex fand es anscheinend vollkommen surreal, dass jemand wie Madonna Pakete empfängt. Der Diogenes-Verlag fand es offenbar ziemlich verblüffend, dass Martin Suter reimt und twittert. Und dass Sharon Stone ein Profil auf einer Dating-Plattform hat, scheint vielen so plausibel, wie Arnold Schwarzenegger bei McFit zu treffen oder Lewis Hamilton per Anhalter mitzunehmen. 
    Erwartungen sind nichts anderes als Muster, mit denen wir schon als Kinder versuchen, die Welt vorhersehbar zu machen. Mädchen haben lange Haare, Jungs kurze. Viel zu haben ist gut, wenig zu haben nicht so gut. Als Kleinkind mögen uns solche groben Raster erst mal helfen, die Welt zu verstehen. Als Erwachsene sollten wir im besten Fall gelernt haben, dass diese Schubladen sehr oft klemmen und den Blick auf die Wirklichkeit verstellen können. So wie eben: Normale Menschen suchen Partner auf Online-Börsen, Stars haben das nicht nötig. 


    Klar, Sharon Stone ist eine tolle, erfolgreiche, attraktive Frau. Aber vielleicht hat sie einfach keine Lust mehr, auf Dinnerpartys Ausschau zu halten. Vielleicht findet sie die Männer ihrer Altersklasse und Gesellschaftsschicht langweilig und unattraktiv. Oder vielleicht können sich die Männer auch nicht von der Erwartung frei machen, dass sie im entscheidenden Moment den Eispickel rausholt.
    Sie haben an dieser Stelle eine lustige Kolumne erwartet, aber kein einziges Mal geschmunzelt? Freuen Sie sich. Die Erfahrung wird Sie ein bisschen erwachsener machen. 
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